Kalender, Kreat-Tief & Clipbook-Liebe

aufgeschlagener Planner mit Reset Girl Setup

Neues Jahr, neues Glück, neue Projekte und Ideen, die stilecht verpackt werden wollten. Nur wie? Jahrelang haben mich zwei braune Filofax in pocket und personal Größe durch den Alltag begleitet. Aber ich bin mit meinen Wünschen darüber hinaus gewachsen. Ich brauchte etwas in A5. Und das ist scheinbar ein Format, das sonst fast ausschließlich seriöse Geschäftsleute in schwarz/braun bedient. Oder auf der anderen Seite Plannergirls, die es bunter, süßlicher, schreiender mögen als ich. Keine Frage, die CarpeDiem Organizer zum Beispiel habe ich mir auch lange angesehen. Aber es hat mich nichts total überzeugt.

Dabei hatte ich eigentlich gar nicht viele Wünsche; praktisch sollte mein neuer, seligmachender Begleiter sein. DIN A 5 groß. Schlicht, aber vielleicht doch mit einem farblichen Akzent. Ein bißchen retro würde zu mir passen. KEIN gold, Glitzer, Glimmer… Ich weiß nicht, wie viele Abende ich wieder und wieder Stunden vor dem Laptop saß und trotzdem nichts gefunden hab, was mich restlos überzeugt hat. Und Fachgeschäfte vor Ort gibt es ja leider auch fast nicht mehr.

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Irgendwann war ich dann so frustriert, dass ich im großen Büromarkt der Nachbarstadt im Schnelldurchlauf meinen eigenen Planner „gebastelt“ habe. Gestolpert bin ich dort über das Clipbook von filofax. Vor allem, weil es mich leuchtend orange anstrahlte. Okay, es ist nur aus Kunstleder. Es hat „nur“ eine einfache Ringmechanik ohne Druckfunktion, so dass man wirklich die Ringe auseinanderziehen muss, um es zu öffen. Aber hey, wie oft macht man das schon im Alltag? Es hat keine Innentaschen, um Schnickschnack zu verstauen, oder einen Stift unterzubringen. Aber es war ein Anfang. Ergänzt habe ich es spontan durch eine graue Schreibmappe von hama. Somit hat sich das Problem der Einstecktaschen gelöst und ich muss mir  keine weiteren Gedanken über Stiftelaschen oder ähnliches machen. Perfekte Farbkombi

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Hatte ich gedacht, die Auswahl des Planners wäre schwierig, bin ich beim Innenleben noch ein paar mal gestolpert. Immerhin, das Format war festgelegt. Aber: welche Aufteilung wollte ich haben? Wichtig war mir eine Wochenübersicht für laufende Termine und Projekte, mit Platz für zugehörige Notizen. Und dann? Eine Woche auf zwei Seiten? Eine Woche auf einer Seite? Was sollte noch mit dazu? Notizblätter, klar. Brauche ich Monatsübersichten? Finanzlisten? Nutze ich die? Wo gibt es all das? Wo kann ich Einlagen finden, die der Form gerecht werden und dann auch noch hübsch aussehen? Ohne Schnickschnack.

Zum Glück bieten die sozialen Medien, YouTube und Shopplattformen ja eine Fülle an Ideen und Möglichkeiten, um wirkliche individuelle Wünsche zu erfüllen. Sehr glücklich war ich darüber auf facebook auf PaperJean gefunden, die herrlichste Kalendereinlagen erstellt und zum Download anbietet. Da hatte ich dann schnell zu meiner Form gefunden. 1.000 Dank für all die Möglichkeiten, Jeannette! Eine Woche auf einer Seite, aber nur einseitig ausgedruckt, damit die Rückseite die Notizen der Vorwoche aufnehmen kann. Perfekt! Ergänzt durch eine knappe Jahresübersicht und eine Auflistung anstehender Überweisungen für das Geschäftskonto. Und weil mir weißes Papier optisch zu langweilig ist, habe ich mir noch hellgraues Kopierpapier gekauft, auf dem ich die Kalendereinlagen jetzt immer ausdrucke.


Nun die Trenner. Divider, habe ich gelernt. Was will ich denn überhaupt trennen? Was will ich alles festhalten? Termine, klar. Und sonst? Es soll ein beruflicher Organiser sein. Der Übersichtlichkeit halber auch mit privaten Terminen, aber vor allem Deadlines, Projektdaten und -ideen. Nählisten inklusive. Auch Shop und Website, zwei Themen, die  mich gerade sehr fordern, mussten ihren Platz finden. Ist gar nicht so viel. Brauche ich dann die Divider überhaupt? Ich habe mich zunächst dagegen entschieden.

Spontanverliebt hingegen habe ich mich bei all meinen Recherchen in die ResetGirl Serie von Simple Story für die Carpe Diem Planer. Genau mein Ding!  Wenn Ihr ein Faible für schöne Papiere, Stempel, Schnickschnack rund um Kalender, Bullet Journaling und Scrapbooking habt, solltet Ihr mal einen Blick auf die Seite danipeuss werfen. Ich verliere mich dort sehr gerne beim Stöbern. 😉

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Und dann kam Din.Din Handmade noch mit wunderbaren Plottdateien und einem tollen Freebie zum Jahresstart um die Ecke und ich musste natürlich beides für den neuen Planer nutzen. So durfte es dann doch ein bißchen glitzern, damit ich meine wichtigen Notizen immer gleich wieder finde. Und in meinen so lange angesammelten Schreibwarenvorräten finden sich zum Glück auch immer noch feste Papiere, die ich selbst zu Pocket Inserts umfunktionieren kann.


Puh! Ganz schön aufwendig, so ein „Setup“. Und ich bin gespannt, ob es so nun für mich ausgereift ist, oder ob ich es noch ein paarmal verändere im Laufe des Jahres. Jetzt brauche ich nur noch eine rettende Idee für den „Verschluß“, als Ersatz für das pinkfarbene Band, das ich mir freundlicherweise bei meiner Tochter ausleihen durfte. Aber das drängt zum Glück nicht.

Jedenfalls hat mir diese „artfremde“ Beschäftigung jenseits von Stoff und Nadel gut dabei geholfen, aus dem weihnachtlichen Kreativ-Tief hervorzusteigen und mit neuer Lust an den Maschinen durchzustarten. Und ganz nebenbei gehen wir auch als Familie besser organisiert durch den Alltag. Denn natürlich hat der „filofaxing“ auch auf unsere Familienplaner übergegriffen. Aber das zeige ich ein anders Mal, wenn Ihr mögt. 😉

Was hilft Euch, wenn es mal so gar nicht mehr weitergeht mit Ideen  und selbst Spaziergänge und Badewanne nicht funktionieren wollen?

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