Freitagsfreuden, Nähglück & Momentensammler

Am besten bin ich in den Dingen, die mir am Herzen liegen und die mich glücklich machen. Am ehesten gelingen mit Dinge, bei denen ich mit voller Aufmerksamkeit dabei bin. Eigentlich nicht ungewöhnlich – und doch im Alltag so oft nicht realisiert. Weil schnell mal eben noch etwas nebenher erledigt werden will. Weil ich gedanklich bei Stoffzuschnitten oder Geburtstagsgeschenken bin, während ich zum 20. Mal die Kinder auf der Schaukel anschubsen darf. Da vergesse ich dann mal einen halben Tag lang die Wäsche aus der Maschine zu holen und pampe die Tochter an, die genau in dem Moment, in dem ich mich daran erinnere und in den Keller will einen Wutanfall bekommt, weil sie ihre Jacke nicht alleine anziehen kann, um schonmal in den Garten zu gehen.

Schaukeln magicienne

Ich möchte das nicht. Ich möchte mehr Herzensdinge tun. Möchte mehr im Moment leben, bei meinen Kindern sein können. Ich mag mich über das Kribbeln im Bauch freuen, wenn der Sohn mehr und mehr geschaukelt werden will. Ich möchte mich völlig über den „Schauber“, der eigentlich ein Flugzeug ist freuen können. Ich möchte Sandgugl gebacken bekommen und über verschüttete Saftbecher lachen können.

Schwierig? Eigentlich nicht. Besonders dann nicht, wenn man Kinder hat, die einen eigentlich immer und immer wieder auf diese Wunder aufmerksam machen. Man muss nur hinschauen. Einsammeln. Genießen. Und gelegentlich erinnern.

Gleichzeitig möchte ich meinen Pfad, den ich gerade frisch eingeschlagen habe, auf eigenen Beinen zu stehen, mit Habseligkeiten aus Stoff und Papier, weitergehen. Es soll ein Weg werden, mit neuen Möglichkeiten. Neuen Menschen. Blauäugig? Ja, vielleicht. Aber ohne rosarote Brille.

Also werde ich zum Momentensammler. Und vielleicht hat ja jemand Lust mitzusammeln und mir darüber zu berichten? Ich möchte online dem ganzen virtuellen Wahn von Schein statt Sein Augenblicke im richtigen, im wichtigen Leben entgegensetzen.

Freumomente magicienne jpg

  • Ein Foto, das ich heute bekommen habe und das mir gezeigt hat, wie Glück aussieht
  • Kreative Ideenvielfalt auf dem Radl unterwegs zum Kindergarten
  • Cappuccino beim Lieblingsbäcker
  • Spontanbesuch von lieben Freunden im Garten
  • Eine Verabredung aus der Online- in die reale Welt, auf die ich schon jetzt gespannt bin
  • Schlafende Kinder kurz vor 21 Uhr und eine Tasse Kaffee inmitten des Tageschaos

 

Ich bin angekommen. Bei mir. Bei dem, was ich tun möchte. Und es gibt wenig, was sich im Moment richtiger anfühlt. Und um das zu feiern. Ziehe ich mit dem Kaffee nun weiter zur Nähmaschine…

Habt ein schönes Wochenende und genießt den Maifeiertag.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s